Galvanotechnik


Dieses Verfahren wird in der Zahntechnik zur elektrochemischen Abscheidung von Gold auf Gegenstände, z.B. Modellstümpfe genutzt. Die Galvanotechnik kommt vorwiegend zur Herstellung von Kronen zum Einsatz, kann aber auch in der Fertigung von Brücken genutzt werden. Bei dieser Methode wird die Oberfläche des Duplikatstumpfs des Meistermodells durch das Anstreichen mit Silberlack elektrisch leitend.

 

Der Galvanisierungsprozess erfolgt dann im Elektrolyten des Galvanisier-Gerätes. Wenn die Elektroformung abgeschlossen ist, werden der Duplikatstumpf und die Leitsilberschicht aus der galvanisierten Goldschicht chemisch herausgelöst. Durch dieses Verfahren wird reines Gold in Schichten mit unvergleichlich hoher Passgenauigkeit direkt auf den Duplikatstumpf aufgetragen. Das so entstehende Kronengerüst hat eine Stärke von 0,2 mm, somit deutlich dünner als gegossene Metalle und darüber hinaus poren- und spannungsfrei. Dem Zahntechniker bleibt durch die geringe Stärke mehr Spielraum für die keramische Gestaltung nach dem Vorbild des natürlichen Zahns.

 

Es ist keine Deckschicht zur Abdeckung eines dunklen Gussmetalls notwendig, denn das Gold betont sogar die natürliche Farbbrillanz der keramischen Verblendung. Galvanokeramische Kronen sind unübertroffen allergieneutral.